Nachdem wir aufgrund des Busstreiks nicht zum Carnaval nach Oruru gekommen sind, konnten wir uns letzten Samstag den in Cochabamba nicht entgehen lassen. Bereits am Vortag haben wir uns Tickets für den Corso gesichert. Der Corso ist vier Kilometer lang und rechts und links davon befinden sich durchgehend Zuschauertribünen.
Offizieller Start am Samstag war um 8:00 in der Früh und ab 10:00 Uhr haben wir unsere Plätze besetzt. Die ersten Gruppen haben uns noch ein wenig an Fasching in Österreich erinnert. Hauptthemen in diesen Gruppen waren vor allem Minions und Star Wars.
weiße Minions
rote Minions
menschliche und gelbe Minions
schwarze Minions
eine der hunderten Blaskapellen
Priatenschiff
Beste Stimmung auf der Tribüne gegenüber
Ab ca. 14:00/15:00 Uhr kamen dann die ersten typischen bolivianischen Tanzgruppen und Musikkapellen. Und die Zuschauerränge waren dann langsam auch komplett gefüllt.
Unter den Zuschauern ist es nicht üblich sich zu verkleiden. Stattdessen besprüht man sich gegenseitig mit Schaum und inoffiziell mit Wasser aus den eigentlich zum Trinken gedachten bolsas, nachdem Wasserbomben verboten sind. Keine Ahnung, wie oft wir dadurch von oben bis unten komplett nass waren.
Die Lieblingsfrage aller Bolivianer ist: "Welcher Tanz gefällt dir am Besten?" "Ähm, ja... welche gibt es überhaupt und welcher ist welcher?" Es gibt Caporales, Morenada, Tobas, Tinku und noch viele mehr.
traditionelle bolivianische Tanzgruppe
typische Carnaval Tanzgruppe ...
... je mehr Glitzer desto besser
traditionelle kreolische Tanzgruppe aus dem Norden
Mädls mit erbeutetem Hut
wieder eine Blaskapelle
gegen Abend wurde die Stimmung noch ausgelassener und noch besser
sehr starke Polizeipräsenz kontrolliert das strikte Alkoholverbot
musste natürlich auch sein ...
ausgelassene Stimmung und Feuerwerk bis spät in die Nacht
Außer Wasserbomben war auch Alkohol verboten, was überraschenderweise sehr streng von der Polizei kontrolliert wurde. Auch die umliegenden Lokale durften keinen Alkohol ausschenken.
(Trotzdem) war die Stimmung durchgehend ziemlich ausgelassen.
Alles in Allem waren sicher über 150 Tanzgruppen mit jeweils zwischen 50 und 100 Tänzern. Wir sind bis 23:00 Uhr geblieben (13h auf einem Holzbretten sitzen kann echt anstrengend sein), aber da war das Spektakel noch lange nicht vorbei.











