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Samstag, 16. April 2016

Nazca und die rätselhaften Linien

Nazca stand auf meiner Liste von Reisezielen seitdem ich vor ein paar Jahren von Nicole einen Schlüsselanhänger mit einer in Stein eingravierten Nazca-Linie bekommen habe. Deshalb war es, wie Cusco und Machu Pichu, ein Fixpunkt auf unserer Perureise.

Von Cusco kamen wir nach einer vierzehnstündigen (unsere bisher längste Fahrt), kurvenreichen Fahrt über 4.000 Meter hohe Pässe um 6:00 Uhr in der Früh in Nazca an. Nachdem wir die einzigen Fahrgäste waren, die hier ausstiegen, waren wir gleich von zahlreichen Taxifahrern, Tour- und Hotelvertretern umzingelt, was angesichts unseres Schlafmangels sehr nervig war. Erfolgreich konnten wir alle abwimmeln und uns auf den Weg zu unserem Hostel machen und unseren wohlverdienten Schlaf nachholen.

Für den selben Tag stand Erholung und "nichts tun" auf dem Plan, nachdem wir seit Copacabana täglich Sightseeing und Aktivitäten am Programm hatten. Außer für notwendige Erledigungen wie Geld abheben, Lebensmittel einkaufen, Flug für die Nazca-Linien buchen und Essen gehen, verließen wir das Hostel nicht und verbrachten die Zeit mit Lesen und Fotos und Videos kopieren und sortieren auf der Dachterasse des Hostels. Nachdem das Zentrum von Nazca sehr überschaubar ist und wenig bis keine Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, hatten wir während unserer Erledigungen auch schnell alles gesehen.

Am nächsten Zag in der Früh wurden wir von der Fluglinie im Hostel abgeholt und zum Flughafen gebracht. Dort mussten wir wieder einmal eine weitere Stunde warten bevor wir in unser Flugzeug, eine Cessna 207 für sechs Passagiere und zwei Piloten, einsteigen durften.
Innerhalb einer halben Stunde überflogen wir dann endlich einen Teil der Linien. Um es genießen zu können braucht man vor allem einen guten Magen, da man die einzelnen Figuren zweimal in 45° Schräglage umfliegt (einmal rechts und einmal links), damit jeder Passagier sie gut sehen kann.
Die Nazca-Linien sind bis heute noch ein großes Rätsel der Archäologie. Auf 500 km2 
findet man etwa 800 gerade Linien, 300 geometrische Figuren und zirka 70 Tier- und Pflanzenzeichnungen, die vom Boden aus nicht als Ganzes zu sehen sind. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Theorien und pseudowissenschaftliche Spekulationen um ihre Funktion. Vermutlich sind sie zwischen 900 vor Christus und 600 nach Christus von den Paracas- und Nazcakulturen erbaut worden. Entstanden sind die berühmten Linien und Figuren relativ einfach. Die dunklen Oberflächensteine wurden im Bereich der vorher abgesteckten Figuren entfernt, sodass der darunter liegende helle gipshaltige Boden der Wüste zum Vorschein kommt. 

Am selben Nachmittag fuhren wir noch weiter nach Paracas. Diesmal hatten wir nur gute drei Stunden Fahrt vor uns.


noch schnell ein Foto vor dem Abflug


 unsere beiden Piloten...


 haben uns über die Kopfhörer über die Linien informiert


der Wal 


 eines von vielen Dreiecken im Wüstensand


die Panamerica geht quer durch die Linien 


 der Astronaut


der Affe mit dem spiraligen Schwanz - Spiralen waren damals ein Symbol für Wasser 


 der Kolibri


die Spinne 


der Papagei 


die Hand neben dem Aussichtsturm von dem man aus drei Figuren sehen kann 


der Baum