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Samstag, 16. April 2016

Paracas - endlich wieder am Pazifik

Nach 99 Tagen in Südamerika kamen wir letzten Dienstagnachmittag endlich am Pazifik in Paracas (das offiziell El Chaco heißt) an. Direkt nachdem wir in unserem Hostel eingecheckt hatten, war unser erster Weg an den Strand und gleich ins gar nicht so kalte Wasser des Pazifiks.








Paracas ist neben den Isla Ballestas und dem Reserva Nacional de Paracas unter Insidern auch fürs Kitesurfen bekannt. Deshalb verbrachte Christian den nächsten Tag mit Kitesurfen und ich mit lesen und sonnen am Strand.

Traumhafte Bedingungen zum Kitesurfen in der Bahia de Paracas


 
... begeisterte Zuschauer am Strand ...


... und im Wasser


verdiente Jause








Sonnenuntergang am Pazifik



Am Tag darauf ging es per Boot zu den Islas Ballestas, die den Spitznamen "Galapagos für die Armen" tragen. Bereits bei unserer Fahrt aus dem Hafen konnte ich den ersten Seelöwen beim Untertauchen beobachten. Der erste Stop der Tour war vor den Candelabra Geoglyphen, deren Hintergrund auch ein Rätsel ist. Danach ging es weiter zu den Islas Ballestas. Dort kann man Seelöwen, Pinguine, Guanokormorane, Pelikane und viele andere Vögel beobachten. Das Highlight waren natürlich die Seelöwen die sich einerseits in großen Gruppen auf den Stränden tümmelten, aber auch vereinzelt auf Felsvorsprüngen ihr Nickerchen hielten.


Fischerboote im für den Pazifik sehr ruhigen Hafenbecken von Paracas


Mit dem Schnellboot gehts in 30 Minuten ...


... vorbei am den Candelabra Geoglyphen ...


... begleitet von Pelikanen ...


... zu den Islas Ballestas.
Die Felsen der Inseln sind eigentlich dunkel, durch die Ausscheidungen der tausenden Vögel wirken sie allerdings weiß.


Diese werden von unzähligen Pinguinen ...


... Meeresvögeln ...


... Pelikanen ...


... Peruanischen Tölpeln, Guanokormoranen ...


... und Seehunden bevölkert


Eine Kolonie Guanokormorane


Ein Strand voller Seelöwen


... die das Leben auf der Insel ...



... und im Wasser sehr genießen


zurück im Hafen werden wir von riesigen Pelikanen begrüßt



Nach ungefähr zwei Stunden waren wir wieder zurück im Hafen und hatten eine kurze Erholungspause bevor wir mit der Tour in das Reserva Nacional de Paracas starteten. Dafür wurden wir und zwei andere aus dem Hostel von einem Taxi abgeholt. Kurz nach dem wir los gefahren sind, entpuppte sich unser Taxifahrer als Tourguide. Das Reserva Nacional de Paracas ist ein großes Wüstenschutzgebiet auf der Halbinsel Paracas. Vor mehreren hundert Millionen Jahren war auf der Halbinsel alles Grün und ein Urwald, daher wurde bis vor einigen Jahren auf dem Playa la Minera Kohle abgebaut. Noch heute wird in einem anderen Teil des Parks Salz abgebaut, wovon der größte Teil nach Europa expandiert wird. Neben Fosillien von Muscheln und Schnecken hat man auch Spuren von 1,50 Meter großen Pinguinen und ähnlich dem Pelikan aussehende Vögeln mit Reißzähen und einer Flügelspannweite von sechs Metern gefunden. Heute findet man vor allem Vögel in den Felsvorsprüngen der Klippen, Pelikane an den Häfen die gierig auf Fischreste warten, beeindruckende Wüstenlandschaften, Straßen aus Salz und andere erst im Bau und vor allem viele, schöne Strände in unterschiedlichsten Farben und verschiedenen "Sandarten". An einem einsamen Strand, der Lieblingsstrand unseres Guides, nutzten wir die Zeit zum schwimmen. Laut unserem Guide bleibt dieser Strand trotz seiner Schönheit die meiste Zeit verwaist, weil man dazu ganze 20 Meter über eine Stiege hinunter steigen muss. Wir genoßen dort deshalb umso mehr die Ruhe. Der Abschluss unserer Tour war ein Besuch im Museum mit Informationen über den Nationalpark. Derzeit wird daneben ein zweites Museum über die Paracas Kultur gebaut, weil das alte, so wie viele andere Gebäude und Straßen in der Umgebung, bei dem großen Erdbeben 2007 zerstört wurde.

Die Salzstraßen im Nationalpark werden täglich von mit Salz beladenen LKWs genutzt. Durch den Gummiabrieb der Reifen werden die Straßen dunkel.


Fossilien von Schnecken und Meerestieren die hier vor über 350 Millionen Jahren lebten.


Wunderschöne Strände


Fischer nutzen die verlassenen Strände im sehr fischreichen Nationalpark


Playa roja (der rote Strand)


Einer der wenigen Wüstenbewohner


Die beeindruckenden Pelikane warten gierig auf Fischreste im Fischerhafen


Der schwierig erreichbare (20 Meter Stufen) und somit einsame Strand ...


... gleich neben dem überlaufenen playa la mina




Bevor es an unserem vierten Nachmittag in Paracas schon wieder weiter nach Lima ging, verbrachten wir die restliche Zeit entspannt am Strand und genoßen das Meer noch einmal so richtig.