Translate

Sonntag, 8. Mai 2016

Finally Ecuador !! Unser neues Projekt Clara Luna in Puerto Lopez

Wir sind jetzt eine Woche hier in Puerto López in Ecuador, einem wunderschönen kleinen Fischerdorf direkt am Strand, und haben uns schon sehr gut eingelebt. Hier in unserem Haus, in dem sich gleichzeitig das Projekt Clara Luna wo wir arbeiten befindet, wurden wir sehr freundlich von den anderen Volunteers, die auch hier wohnen, begrüßt. 

Im ersten Stock unseres Hauses befindet sich neben unserem Zimmer eine große Küche (endlich wieder selber kochen), ein riesiges Wohnzimmer, sowie eine Terrasse, wo die Englisch Kurse mit den zirka 6- bis 15-jährigen Kindern stattfinden. Insgesamt gibts 8 Gruppen mit unterschiedlichen Levels die von den Volunteers unterrichtet werden. Zwei Mal die Woche gibt es dann noch einen Club de Niños (Kinderclub) und einen Club de Lectura (Leseclub), wo die Kinder vorbeikommen zum Lesen bzw. für andere Aktivitäten die gerade so anstehen (am Freitag haben wir mit ihnen Muttertagskarten gebastelt). Es gibt auch eine Leinwand und einen Beamer wo regelmäßig Filme geschaut werden.



Der zentral Treffpunkt in unserem Haus: die Hängematte


Das Wohnzimmer / die Bibliothek


Lesestunde mit den Kids


Beim Basteln im Club de Niños


Entspannen auf der Terrasse


Gemeinsam mit Mitch einem sympatischen Surfer aus Australien, der auch Physiotherapeut ist, macht Maggy täglich Hausbesuche um mit bedürftigen Menschen hier im Ort Physio zu machen. Die Patienten sind älteren Menschen und Kinder mit neurologischen Erkrankungen. 

Neben den Englischklassen welche von Dienstag bis Freitag stattfinden, habe ich mich ein bisschen als Hausmeister versucht und zum Beispiel die bis dahin sehr stark leckende Hauptwasserleitung (die Mauer im Erdgeschoss ist komplett feucht deswegen) erneuert und im Moment bin ich gerade dabei aus alten Holzpaletten Möbel und Bücherregale zu bauen. Außerdem wollen wir alle gemeinsam den derzeit ungenutzten ersten Stock etwas herrichten, um den Club de Niños und die Englischklassen künftig unten abhalten zu können. Wenn mal Zeit bleibt wäre auch der komplett überwucherte Garten   einmal zum Abholzen.



Mein erstes Werkstück soll mal ein Bücherregal werden


Als nächstes ist der Garten dran


Die Arbeit mit den Kindern an sich macht uns sehr viel Spaß. Die Kinder kommen freiwillig und haben wirklich Spaß hier. Wir waren überrascht wie begeistert sich alle auf die Bibliothek hier im Haus stürzen. Paola (die sehr sympathische Chefin hier) meinte, dass sie sonst überhaupt keinen Zugang zu Büchern und Bastelmaterialien haben. Generell gibts hier im Ort nicht sehr viel zu tun für die Kinder. Dazu kommt noch, dass derzeit noch immer alle Schulen aufgrund des tragischen Erdbebens vor einem knappen Monat geschlossen sind. Es gab zwar keine direkten Schäden hier in Puerto Lopez, aber die ganze Region ist derzeit irgendwie im Ausnahmezustand. Portoviejo und Manta, zirka zwei Busstunden nördlich, hat es ziemlich schlimm erwischt. Vielen Menschen leben in Camps weil ihre Häuser zerstört wurden. Manche sprechen davon, dass sie dort noch bis zu drei Jahre bleiben müssen.

Aus diesem tragischen Anlass gibts zur Zeit auch für uns noch außerplanmäßig mehr zu tun. So waren letzte Woche vier Volunteers für zwei Tage in der Region und haben die Kinder in den Camps besucht zum Lesen, Basteln und Theater spielen. Wir haben derweilen die Stellung gehalten und die Englisch Kurse (zwar ohne Kinder) und den Club de Niños gemacht. Nächste Woche werden wir für zwei Tag mitfahren und uns selbst von der Lage vor Ort ein Bild machen können.

Die Stadt Puerto López (eher ein Dorf) selbst ist sehr entspannt, wie man sich ein Fischerdorf vorstellt. Einmal pro Woche ist jeder Volunteer zur sogenannten turtle patrol (Schildkrötenpatrouille) eingeteilt. Um 06:00 Uhr in der Früh wird ein zirka zwei Kilometer lander Strandabschnitt rauf und runter spaziert, um vielleicht die riesigen (gefährdeten) Meeresschildkröten beim Eierlegen am Strand zu beobachten oder ein bereits gelegtes Nest zu finden. Falls man etwas derartiges beobachtet, wird das an die lokale Tierschutzorganisation gemeldet, welche sich dann um den Schutz des Nestes und der Tiere kümmert. Wir haben bis jetzt nur die "geretteten" Schildkröten in der Stadtion neben dem Strand gesehen und es ist zu dieser Jahreszeit auch eher unwahrscheinlich welche in freier Wildbahn am Strand zu sehen. Aber eine Bekannte von einer anderen Volontärin arbeitet bei der Tierschutzorganisation und sie meinte wir könnten mal mit ihnen mit dem Boot rausfahren zum Schnorcheln, wenn die Schildkröten gecheckt und markiert werden. ;-)



Strand von Puerto López



Am frühen Mogen (während unserer Patrouille) wird der frische Fang verladen


Die einzigen Schildkröten die wir bis jetzt gesehen haben waren in der Rettungsstation
(sind in Wirklichkeit viel großer als sie hier wirken - knapp 1m)


Heute Sonntag waren wir gemeinsam mit unseren beiden super sympathischen Volunteers Kolleginnen ;-) Lea aus Deutschland und Charlotte aus England in Montañita. Der berühmte Surfer Ort liegt eine knappe Busstunde südlich von Puerto López an einem wunderschönen langem Sandstrand mit super Wellen. Normalerweise tummeln sich hier viele Touristen die den Strand und die Wellen genießen. Zur Zeit ist es, sicher auch wegen dem Erdbeben, aber etwas ruhiger hier und somit hatten wir den Strand und die vielen Fetzengschäftln dahinter fast für uns alleine ;)



Strand von Monteñita


Unser Wachhund während dem Mittagessen am Strand


Morgen, am Tag der Vögel, gehts mit den Kindern in den Nationalpark zum Vögel beobachten!

Zum Abschluss noch eines unserer fast täglichen Rituale: Nach getaner Arbeit gehts an den Strand zum Sonnenuntergangschwimmen ;-)



Ein ganz normaler Abend in Puerto López


Liebe Grüße bis zum nächsten Mal!