Von Salento ging es mit dem Bus weiter nach
Medellin. Bis vor ein paar Jahrzehnten war Medellin als eine der gefährlichsten
Städte der Welt bekannt. Dieses Image hat sich durch bewusste Architektur in
den Problemzonen, Verbesserung des Bildungsangebot und der Metro - die einzige
in ganz Kolumbien - verbessert und 2013 wurde Medellin "zur innovativsten
Stadt der Welt" gekürt.
Dieses vergangene Image als gefährlichste Stadt der
Welt verdankte Medellin sicher auch zu einem großem Teil einem "sehr
berühmten Verbrecher" oder "dem berühmten Geschäftsmann der
Stadt". So wurde er zumindest bei den Stadtführungen genannt. Gemeint ist
natürlich Pablo Emilio Escobar Gaviria oder auch Don Pablo. Der berüchtigtste
Drogenbaron der Welt lebte und "arbeitete" in Medellin von wo aus er
sein weltweites Drogenimperium leitete bis er 1993 von der Polizei erschossen
wurde. Unsere Stadtführer trauten sich nicht seinen Namen während den Führungen
auszusprechen aus Angst vor Reaktionen sowohl von Gegnern als auch von
Befürwortern. Ich glaube das sagt schon sehr viel aus. Neben den Morden an
tausenden unschuldigen Menschen, politischen Gegnern, Andersdenkenden oder
einfachen Bauern im Dschungel hat er ab und zu auch den Armen einfach Geld
gegeben. Zudem war die ganze Drogenindustrie nach seinem Tod arbeitslos.
Entsprechend kontrovers und heikel ist das Thema bis heute in Medellin.
Nichtsdestotrotz versucht die Stadt mit allen
Mitteln, und der Tourismus ist das effizienteste, dieses Image abzuschütteln
und überzeugt mit moderner Architektur, Museen, einer extrem sauberen Metro und
unzähligen typischen Salsabars. Der Hauptgrund unseres Besuchs war eine sehr
liebe gute Freundin, die wir aus unserer Zeit an der FH kennen, die jetzt hier
lebt, zu besuchen. Das Wiedersehen war sehr herzlich und wir verbrachten einen
wundervollen Abend mit Essen, Cocktails, Aguardiente (no me gusta) und
Salsatanzen. Vielen lieben Dank für alles Dani, es war genial! ;)
Der "Hauptplatz" von Medellin mit Regierungssitz und Justizpalast
Der plaza del luz (Platz des Lichtes) vor 20 Jahren boomte hier das Verbrechen, die neue Architektur soll ein neues Image bringen
Fußgängerzone im Zentrum
Der alte Justizpalast wurde stilecht erhalten und beherbergt jetzt ein Einkaufszentrum
Die größte Kathedrale der Welt .... aus Ziegelsteinen ;)
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Links die alte Vogelstatue von Botero die bei einem Sprengstoffanschlag zerstört wurde. Rechts die Neue.
Muchas gracias Dani !!!
Am nächsten Tag sind wir auf Dani's Empfehlung hin
knappe zwei Stunden mit dem Bus nach Guatapé gefahren und es war
wirklich noch schöner als versprochen und erwartet.
Die Stadt ist umgeben von einem Stausee der sich in
der hügeligen Landschaft in hunderte kleine Buchten riesengroß ausgebreitet
hat. Dieser Embalse del Peñol (Stausee von Peñol) ist nach dem
kleinen Ort Peñol benannt der sehr bekannt für sein dortiges
Wahrzeichen, den Piedra del Peñol (Fels von Peñol) ist.
Dabei handelt es sich um einen 22 Millionen Tonnen 220 m hohen Monolith der
hochkant in der Landschaft steht. Über rund 600 Stufen kann man den Fels
erklimmen und den beeindruckenden Rundblick über den Stausee und die
wunderschöne Landschaft genießen.
Auch hier waren wir natürlich nicht die einzigen
Touristen, deswegen sind wir bald wieder hinunter marschiert und mit einem
Mototaxi nach Guatapé gefahren. Mit einem Tretboot sind wir dann in eine der
unzähligen Buchten gefahren, wo wir unsere Ruhe zum Schwimmen und Entspannen
gefunden haben.
Am nächsten Tag haben wir uns noch sehr herzlich
von Dani und ihrer Familie verabschiedet bevor wir auf den Flughafen gefahren sind,
von wo aus es dann hierher in den Norden an die Karibikküste ging. Beim
Aussteigen aus dem Flugzeug wurden wir schlagartig daran erinnert wo wir sind.
Bei gefühlten 40 Grad und 80° Luftfeuchtigkeit haben wir einen Gang
zurückgeschalten und genießen die Karibik. ;)
Inmitten der wundschönen Landschaft rund um den Stausee ...
... ragt der Piedra del Peñol 220m in den Himmel.
Die rund 600 Stufen gilt es zu erklimmen.
Von oben gibts dann diesen genialen Ausblick.
Der malerische Hauptplatz von Guatapé
Tretbootfahren am Stausee ...
... im Schatten des Piedral del Peñol.
Inzwischen haben wir es erfolgreich an die Karibikküste gschafft und gewöhnen uns wieder an die Hitze. ;)
Blogeintrag schreiben bei der Hitze in Santa Marta ;)


